Publizieren
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Erfolgreich Texte und Bücher publizieren

Das Publizieren von Texten und Büchern ist heute einfacher, als es jemals war. Die Möglichkeiten, die das Internet bietet, um eine breite Leserschaft zu erreichen, reichen weit über alles hinaus, was die „Gutenberg-Revolution“ vor 500 Jahren ermöglicht hat. Jeder kann heute jeden Text in kürzester Zeit im Internet veröffentlichen. Die Unterstützung, die Interessenten durch die einschlägigen Plattformen zuteil wird, ist meistens umfassend. Und das Interesse dieser Plattformen an neuen Produkten ist groß. Dennoch gehört es zu den zentralen Interessen der meisten Autoren, ihr Buch in gedruckter Form, am besten von einem renommierten Verlag publiziert zu sehen. Warum das so ist, werde ich in einem künftigen Blogposts thematisieren.

Wichtiger ist hier in jedem Fall die Frage, wie man einen Text, ein Buch oder auch nur ein Buchprojekt erfolgreich publizieren kann – gleich auf welchem Weg. Das ist zunächst noch etwas anderes, als den Plan zu hegen, eine Karriere als Schriftsteller zu starten.

Warum publizieren?

Ein einzelnes Buch veröffentlichen zu wollen, dafür kann es mannigfaltige Gründe geben. So kann ein Buch als Kompetenznachweis, als Marketinginstrument, als Selbstbestätigung oder als Propaganda-Instrument dienen. In all diesen Fällen gilt, dass die erfolgreiche Vermarktung ein zentrales Interesse der Herausgeber ist. Allerdings ist niemand heute zwingend auf die Unterstützung von Verlagen angewiesen. Bücher, die Selbständige oder Unternehmen im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit benötigen, können sie mit Hilfe einer guten Druckerei selbst veröffentlichen. Und in vielen Fällen ist die Vermarktung auf Wegen, die man selbst kontrolliert – eigene Websites oder eigene Shops – effektiver, als die Nutzung klassischer Vertriebswege. Und mit etwas Anstrengung kann man diese dennoch nutzen.

Doch die meisten Bücher werden geschrieben, weil Menschen Spaß am Erzählen von Geschichten haben. Für diese Autoren, die zumeist in ihrer Freizeit schreiben, und für eine selbständige Vermarktung ihrer Texte weder die Zeit noch die Energie haben, sind die Kenntnisse der Strukturen des Buchmarktes und der Prozesse vor und nach einer Veröffentlichung besonders wichtig.

Die Strukturen des Buchmarktes

Bis vor einigen Jahren bestand der Buchmarkt (zumindest in Deutschland) aus nur drei Gruppen von Beteiligten:

  1. Die Verlage, die die Auswahl und Produktion der Bücher leisteten,
  2. die Distributoren, die die Lagerung und Verteil-Logistik übernommen hatten, und
  3. der Buchhandel, dem die Vermarktung und der Endkunden-Service oblag.

Auch wenn diese Darstellung die Verhältnisse und deren historische Entwicklung etwas vereinfacht, zeigt sie doch, dass es in diesem Markt eine klare Aufgabenverteilung gab.

Diese Strukturen sind insbesondere durch das Unternehmen Amazon, das 1994 als Internet-basierter Buchhändler gegründet wurde, aufgebrochen worden. Heute stellt Amazon, wie verschiedene andere Publikations-Plattformen (siehe unten), nicht nur alle Werkzeuge für die Publikation, sondern auch für die Vermarktung von Büchern zur Verfügung. Vor einigen Jahren hat Amazon auch eine eigene Verlagstätigkeit aufgebaut. Damit vereinigt das Unternehmen alle funktionalen Elemente des Buchmarktes in sich.

Man kann über diese Veränderungen durchaus geteilter Meinung sein. Manche sehen deswegen wichtige gesellschaftliche Güter, wie die Meinungsfreiheit oder die Meinungs-Vielfalt in Gefahr. Ich sehe das, nicht nur, weil ich einige Jahre lang selbst einen Verlag geleitet habe, differenzierter. Dies Thema wird sicherlich irgendwann Inhalt eines Blog-Artikels werden.

Der klassische Weg: Verlage

Die Herausgabe des eigenen Buches durch einen – renommierten – Verlag ist immer noch das erstrebenswerte Ziel für (fast) jeden Autoren. Viele sehen es als ein Qualitätsmerkmal für die eigene Arbeit. Und tatsächlich gibt es Gründe für diese Ansicht. Die meisten Verlage verstehen sich ausdrücklich als „Gatekeeper“ in dem Sinne, dass nur Texte, die ihren Qualitätskriterien standhalten, von ihnen publiziert werden. Dieses Selbstverständnis der Verlage kann man aber auch in Zweifel ziehen. Und ganz sicher ist es eine zweischneidige Angelegenheit. Ich plane, das bei Gelegenheit zu erläutern.

In jedem Fall ist es nicht einfach, erfolgreich bei einem Verlag zu „landen“. Es erfordert Geduld und idealerweise auch eine genaue Kenntnis des Marktes. Und auch nachdem man von einem Verlag angenommen wurde, gibt es Fallstricke zu beachten. Daher werde ich in einigen Blog-Artikeln die wesentlichen Schritte erläutern. Zu den Themen gehören dann etwa:

  • Den richtigen Verlag finden,
  • Ein gutes Exposé schreiben,
  • Verlagsverträge – was es zu beachten gilt.

Alle Beiträge zum Thema Verlage finden Sie HIER.

Die Publikationshelfer: Literaturagenten

In den vergangenen Jahren hat der Beruf des Literaturagenten eine größere Bedeutung im deutschen Buchmarkt erlangt. In einer Vielzahl anderer Länder, wie etwa Großbritannien und den USA, war das schon früher der Fall. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist, dass viele Verlage Einsparungen in einem ihrer zentralen Arbeitsbereiche, dem Lektorat vorgenommen haben. Im Zuge dieser Einsparungen wurde Teile der Tätigkeit von Lektoren, etwa die Recherche nach neuen Autoren und deren Betreuung, sowie die ihrer Texte an Literaturagenten „ausgelagert“. Zum „Glück“ für die Verlage gab und gibt es genug Literaturagenten – oft ehemalige, von den Verlagen entlassene Lektoren. Während die Lektoren in den Verlagen mehr und mehr zu Programm- und Produktmanagern werden, findet die eigentliche Lektoratstätigkeit immer öfter in den Büros von Literaturagenten statt.

Tatsächlich ist das für Autoren keine ganz schlechte Entwicklung. Hat man als Autor einen vertrauenswürdigen Literaturagenten gefunden, kann einem diese Partnerschaft eine Vielzahl von lästigen Aufgaben abnehmen. Der Literaturagent als Betreuer seiner Autoren hat, wie früher der Verleger, großes Interesse an der optimalen Vermarktung der Werke seiner Klienten. Aber natürlich muss man sich als Autor bewusst sein, dass diese Betreuung auch ihren Preis hat.

Für Autoren sind die Wege und Vorgehensweisen, um in Zusammenarbeit mit einem Literaturagenten ein Buch zu publizieren, ähnlich denen bei Verlagen – mit einigen Details, die man beachten sollte.

Alle Beiträge zum Thema Literaturagenten finden Sie HIER.

Das DIY-Programm: Self-Publishing

Jeder kann heute Bücher publizieren. Sei es als eBook, gedruckt, oder als Book-on-demand. Einem Autor, der nicht den Willen oder die Geduld hat, sich auf Verlage oder Literaturagenten zu verlassen, stehen alle Möglichkeiten offen. Dennoch sollte ein Autor, der sich auf den Weg des „Self-Publishing“ begibt, wissen, worauf er sich einlässt. Nicht umsonst ist die Tätigkeit eines Verlages ein jahrhundertealtes, funktionierendes Geschäftsmodell. Wer mit seinen Büchern damit konkurrieren will, muss die wesentlichen Aufgaben, die ein Verlag ihm abnehmen würde, selbst ausführen.

Moderne Publikations-Plattformen können Autoren viele Standard-Tätigkeiten erleichtern. Doch bei Marketing-Aufgaben, wie Lesungen, Messeauftritte oder Social-Media Aktivitäten kann den Autor niemand wirklich ersetzen. Wer als Autor nur „nebenher“ Self-Publisher sein will, wird nur in wenigen Ausnahmefällen große Erfolge erzielen. Self-Publisher sein heißt, sich als Publizist, als publizierender Unternehmer zu verstehen.

Und der Weg dorthin beginnt mit zentralen Entscheidungen. Von der verwendeten Software über die Publikations-Plattform, bis hin zu Preisen, Marketing, Werbung – überall gilt es, die optimale Lösung zu finden. Die Themen sind vielfältig und ich werde versuchen, sie Schritt für Schritt abzudecken.

Alle Beiträge zum Thema Self-Publishing finden Sie HIER.

Nach der Publikation: Marketing und Verkauf

Ganz gleich, ob Ihr Buch von einem Verlag publiziert wurde, oder Sie es selbst herausgegeben haben: Nach dem Erscheinen des Buches ist die Arbeit keineswegs vorbei. Im Gegenteil: in mancher Hinsicht beginnt sie erst an diesem Punkt. Denn ein Buch muss verkauft werden. Und besonders, wenn Sie beabsichtigen weitere Bücher zu schreiben und eine Karriere als Schriftsteller zu starten, müssen Sie auch sich selbst vermarkten. Das ist die entscheidende Grundlage, um langfristig erfolgreich zu sein.

Manche Autoren glauben, dass der Aufbau einer Marke sie zu sehr auf ein bestimmtes Genre oder bestimmte Arten von Geschichten festlegt. Doch das ist keineswegs zwangsläufig so. Vielmehr gilt es, eine Entscheidung zwischen „Story-Marke“ und Autoren-Marke zu fällen, und diese konsequent durchzuhalten. Das ist insbesondere für Self-Publisher von Bedeutung.

Ich werde Strategien und Aktivitäten, die für Autoren bei der Vermarktung ihrer Bücher und dem Aufbau ihrer Schriftsteller-Karriere nützlich oder erforderlich sind, in verschiedenen Blog-Artikeln thematisieren.

Alle Beiträge zum Thema Buch- und Autoren-Marketing finden Sie HIER.


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